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Ablauf

Die Teilnehmenden erhalten min. 10 Minuten Zeit, um sich die Ausbildungsanzeige und die fünf Bewerbungen durchzulesen und dann eine eigene Rangfolge zu erstellen. Hierfür nutzen sie die Blätter mit den Namen der Bewerber*innen-Personas, auf denen rechts oben ein Feld vorgesehen ist, um den jeweiligen Rang der Persona einzutragen.

Vorschau Persona: Manuelles Bewerberinnen-Ranking

Es wird empfohlen, die Teilnehmenden zu bitten, ihre Entscheidungen zu begründen, also zu erklären, warum sie bestimmte Personen in einer bestimmten Reihenfolge platziert haben. Sie sollen dazu angeregt werden, eigene Kriterien zu entwickeln und zu reflektieren, warum sie bestimmte Personen für besonders geeignet befinden.

Man hat die Wahl, den Teilnehmenden entweder keine spezifischen Kriterien vorzugeben, um ihre Entscheidungsfindung vollständig eigenständig zu gestalten, oder ihnen eine Liste von Kriterien als Leitfaden zu präsentieren. Kriterien können sein:

  1. Schulabschluss
  2. Praktikumserfahrung
  3. Sicherheit im Umgang mit Zahlen
  4. Sprachliche Ausdrucksweise
  5. Interesse an kaufmännischen Vorgängen
  6. Teamfähigkeit
  7. Entfernung zum Arbeitsort
  8. Hobbys

Die Teilnehmenden können entweder die vorgegebenen Kriterien verwenden, eigene Kriterien entwickeln oder eine Kombination aus beidem wählen. Es steht den Teilnehmenden offen, ob sie eine eher grobe, intuitive Bewertung vornehmen möchten, oder ob sie ein detaillierteres Punktesystem anwenden möchten (bspw. eine Skala von 1 bis 10). Diese Flexibilität ermöglicht es allen Teilnehmenden, einen individuellen Ansatz zu wählen, der der persönlichen Sicht- und Beurteilungsweise entspricht.

Diese Vorgehensweise soll die Teilnehmenden dazu anregen, über die verschiedenen Aspekte und Herausforderungen der Bewertung von Bewerber*innen nachzudenken und zu erkennen, wie unterschiedlich die Bewertungskriterien und -methoden sein können. Es bietet auch eine wertvolle Perspektive darauf, wie subjektiv und vielfältig der Bewertungsprozess sein kann, und hilft dabei, ein tieferes Verständnis für die Komplexität von Entscheidungsfindungsprozessen in der realen Arbeitswelt zu entwickeln.